Der Text, der an dieser Stelle vozufinden war, wurde gelöscht, weil die Geschichte zu umfangreich wurde, um sie hier zu posten. Es wurde auch als störend empfunden, sie nicht durchgehend lesen zu können.

best wishes,

mq

Ankunft

Er ist endlich vorbei. Der November.

Ich steig aus der Tür, die Stufen hinunter. Das Licht der Laternen schimmert. Der ist nun da. Endlich hat er sich zu mir gesellt.

Dich so sehr ersehnt. Du kitzelst mich. Immer wenn wir uns das erste Mal berühren, muss ich lachen, kann es nicht zurückhalten. Das Laub und du ihr ergänzt euch perfekt. Orange auf weiß. Weiß auf braun. Deine Berührungen. Küsse auf dem Gesicht, dass sich so lange schon leblos fühlt. Du weckst mich auf. Machst mich ganz wach. Verfängst dich in meinem Haar. Ich kann dich auffangen. Will mit dem Wind singen, mit dir um die Wette tanzen. Ich hab dich so vermisst.

Du bist endlich wieder da. Beendest dieses furchbar grausliche Jahr. Versöhnst mich mit der Zukunft. Rufst mir ins Gedächtnis, dass immer wieder was Gutes von Zerbrochenem hervorsticht, machst Etymologie alle Ehre. Schnee.

Leben ist erstarrt. Deine Kristalle zerbrechen an Epithelzellen. Du machst es gut. Küsst sie weg- meine Wut. Obwohl du zergehst, deine Schönheit an meiner Haut zerfließt, zeigt mir deine Anmut, was übrig bleibt, nachdem sich eine schöne Flocke in meine Wimpern verfängt, sich auflöst. Ein Moment. Ich lache. Durch Wiens Gassen schlendernd Schnee riechen, tasten; auch zu Chopins nocturno no.2 op.9 Freude spüren.

Ich atme Wiens Dezemberschneeluft. Er ist endlich vorbei. Der November.

Glückliche Beziehung

 

Das dritte deiner Beine
Du brauchst mich aufzustehen
Du brauchst mich irgendwas zu schaffen
dich mit andren Leuten zu treffen
mich in der Ecke stehen zu lassen
“Wir lieben uns sehr.”
“Ich bin in einer glücklichen Beziehung.”

ich weiß nicht, ob ich deinem Schauspiel applaudiere
oder meiner Freude?
ich würde sagen- nach Canossa gehen wir nicht
aber zu sehr geschunden vom Studium

was heißt ich halt den Kaffee für dich warm?
Ich schütt‘ dir sogar Zimt hinein

was machts immer noch leichter

über den angenehmen Geschmack zu jammern

als einfach mal gut drauf zu sein?

Irgendwas zerbricht in deinem Verstand

Die dicksten Schichten hinterlassen dich kalt

Als einen Verwirrung erwischt

Hände die Leere ergreifen

Du gehst zu ihr, sagst mir nichts
glaubst ich bin zu dumm, sowas zu verstehen
um 3 Ecken zu erfahren
“nein, er betrügt mich nicht”
“Wir lieben uns sehr”
ich bin so enttäuscht und bloßgestellt
kann nicht mal sagen, wie man sich jetzt verhält,
Ob man da was sagen kann.
“nichts sagen.”
“Ich bin in einer glücklichen Beziehung”

Löcher flicken. Mauern bauen.
Du siehst, was ich von ihr nicht hab.
Ich bin nicht dünn.
Ich bin nicht ruhig.

nicht von weitem makellos

….Du bist nicht meine Saat.
Ich schenk dir das Buch
während hier die Bildnisse verwesen
Oscar, nimm das Taschentuch
und ich hole meinen Besen

meine Duschwand zerbrach
ich mag keine neue erwerben,
muss erst spüren wie sich unter Wasser stehen anfühlt,
Wassertropfen sich nicht zurückhalten lassen.
sie verteilen sich wies ihnen gefällt,
tanzen wohin sie wollen

trennen einfaches Licht in Spektralfarben
sie hören nicht auf bändigende Worte,
wissen nichts von gesellschaftlicher Norm

Die geben mir Zitronen

Plattitüden mocht ich nie
Das schluckt man auch nur,

wenn nichts andres da ist.
ich räusper mich lieber,

füge Schals in meine Outfits

als etwas runter zu würgen,

das nicht Milch nicht Honig ähnelt

Sehne mich danach barfuß über Kieselsteine,

Waldwege zu spazieren

Meine Zehen in aufgeweichte Erde zu graben

Spitzen an den Sohlen zu erspüren

Will über einen Sandstrand laufen

dort festzustellen, dass Sandkörner zu klein sind

Mich zu halten

Irgendwann sieht einen jemand an.
Er sieht nicht vorbei.
Er lacht nicht Vergangenes an.
Er sieht dich betrunken,
zeichnet dich im Schatten,
umschreibt dich beim Klimpern.

je suis perdue
je suis tristesse
je suis malheureux
Unglück trägt denselben Namen.
was, du kennst nicht mal Garish?

Alte Themen neu verziert

Gegessene Torten neu kreiert

Revolutionärer Ansatz nicht zu tolerieren,

was man in Vogels Hals stopfte.

Er meint nicht, dass ich wie Gold agieren sollte,
wenn ich Kupfer bevorzuge.
Dann vergisst man einen Abend lang zu sagen,
dass „man eigentlich gerne bliebe, aber…”
zwinkert lieber
Da denkst auch du nicht mehr daran,
was du dir geschworen hast in kalter Zweisamkeit.
Man erkennt den Wert

Sobald er tatsächlich bleibt,

Wasser in die brennende Kehle

des Drachen schüttet,

wenn der Feuer speit,

einen nichts mehr in die Kälte zurücktreibt.

Nicht zum bekannten Freund Platon

man hat sich mühselig erarbeitet

jenen unfassbar reichen Lohn

seine Sterne funkeln mich an
3 Wortsätze
Bitte stumm! Bitte! sei doch nicht dumm.
diese Worte sind ein Fluch
oh nein. du wirst ganz weiß!
ich mein nur, bitte werd‘ jetzt nicht auch du ein Geist.
Mich hat die Welt so entstellt,

dass mir kein 3 Wortsatz mehr gefällt.

Neue Playlist 32

Ich sitze wieder vor meinem Laptop. Nachts. Ich muss lachen, weil ich tatsächlich vergessen hatte, wie kalt sich Nächte alleine anfühlen können.

An mein Ohr dringen wieder die altbekannten Lieder. Ja, Panik, Garish, Bloc Party, Placebo, Interpol… Sie halfen schon so manche Bestie in meinem Bauch zu besänftigen, Qualen des Herzens zu lindern. Doch, was hilft, wenn bewährte Medizin versagt? Die Schallwellen bringen dich nicht her. Du bist so weit weg von mir. Vielleicht schafft es also Hubert von Goisern, Schmerz in der Brust zu stillen

Mein Merkmal für einen Neubeginn- eine neue Playlist. Diesmal nicht mit alten Songs. Diesmal mit denen, die du mir aus der Ferne schickst. Nah für 3 maximal 5  Minuten. Dann fällt es leichter dich wieder gehen zu lassen.

Schrecklich wie nah man sich sein kann, trotz Ferne. Kurz erinnere ich mich zurück wie sich Distanz zwischen Menschen schob, wenngleich diese Missverständnisse wegküssen konnten. Einen Wimpernschlag lang überlege ich, ob ich es nachspüren kann. Ob sich wohl zwischen uns Klüfte auftun werden?

Es tut nicht weh, dass du fortgingst. Sowas schmerzt nur, wenn man sich nicht sicher ist, ob man etwas Besonderes hatte. Niemals hab ich in meinem Leben so viel gelacht, getanzt, Blödsinn getrieben. Nie fühlte ich mich jünger als neben dir Wälder durchstreifend.

Wir wissen was wir waren.

Neue Playlist. Ohne deine Lieder. Eine Wärmflasche. Ich wünscht nur, ich hätte Dumbledores Denkarium, um darin Gerüche, Gespräche, Erlebnisse, dein Lachen festzuhalten. Ich brauche Platz in meinem Hirn. Noch kein Raum für neue Abenteurer. Nein, aber ich brauch einen guten Ort, an den ich dich bringen kann, um jetzt Platz zu haben in meinem Kopf für meine Geschichte.

drei Sternenkonstellationen

 Was wahre Liebe für mich ist,

hab ich schon geschrieben,

Doch euch wundervollen Personen ist darin nicht genug Platz geblieben

Raum für drei Sternenkonstellationen

Ihr seid meine Sicherheitsnadel, wenn eine meiner Uralttaschen

der Schwere meiner Steine nicht stand hält.

Ihr seid mein Klischeebein,

¾ meines Herzraums,

mein rechter Arm

Mein gefüllter Bauch,

das Dach überm Kopf

Manchmal der Deckel auf dem Topf.

Ihr seid das Schönste, das mir gegeben

Das Teuerste, das mir geblieben

Ich liebe, dass das Universum euch mir schenkte

Bedauere, dass euch im Dreck nicht konntet ausstrecken

Ihr seid die Rosen in meinem Garten

Nicht die kitschigen

Ihr seid die von Pfingsten

Die Fabelhaften, Wilden

Nicht nötig zu verschönern

Die Mohnblumen im Weizenfeld

Ihr seid das einzige,

das mich zu Kitsch entstellt

Das wertvollste, das ich habe

Doch habt ihr keinen Preis

Ihr seid..

Ihr seid.. mein Dauerliebesbeweis

Was könnt ich mir außer euch noch wünschen?

Wenn mich der Wind zugeworfener Türen umhaut

Seid ihr meine Bauchmuskeln

Ich nicht höre, ob mir irgendwer zuschaut

sich kein Finger, bei „le moulin“ verhaut

Ihr seid ein warmer Salsa.

Der einzige perfekte Tanz,

der mich nicht müde macht-

der, um den mich alle beneiden.

Eine Perlenkette, die ich aus Angst verstecke

ist nicht wert irgendeiner,

euch einfach so herzuzeigen.

Ich sperr euch ein zur Sicherheit.

Nicht nur schön wie ein Schmuck

Ihr drei seid mein Rücken.

Meine Wirbelsäule.

Atlas, wenn ich Aphrodite sein will.

Athene, wenn ich Ares bin.

Jeder, der versuchte mich zu fressen,

hat nur auf Granit gebissen.

Ihr mach mich stark.

Aber wichtiger für mich:

Ihr macht mich weich.

Mahnt mich, wenn Sanftheit reicht

dass Marmor stark und rein sein kann.

Ihr stellt mir aus Überlegenheit kein Bein,

erinnert mich, dass mich was ausmacht.

Gebt mir die Hand, holt mich ab,

wenn mich am Heimweg findet Nacht.

Kämmt mir Strähnen aus dem Gesicht.

Versucht nicht mein Haar zu zähmen.

Ihr wisst, warum ich auf Wildheit nicht verzicht`

Ohne Hitze zu erwähnen.

Sagt was ich wiege,

ist nicht von Gewicht,

Dass schönstes Porzellan

Manchmal zerbricht.

Ihr haltet mich fest,

wenn mein Herz Gicht trifft.

Die einzigen, die meine Tränen sehen

Die einzigen, die meine Panik ertragen

Die Richter, die meiner Wut entgehen

Die, die meine Mücken erschlagen

Die Dorian Gray verjagen

Jene, für die ich schreibe

Obwohl sie Zeichen/Semiotik verstehen

Ihr könnt mich auch stumm wahrnehmen

Könnt mein Wesen auswendig malen

Ihr werdet mich nie eurer Tür verweisen

Und wenn wieder ein Flügeltier in meinem Kopf rumspinnt

Lacht ihr nicht, wenn dessen Schnabel  nach außen dringt.

Wir

Haben zu Musik gewippt

Mit unserer Bande Bösewichte geschnappt

Sind aus Lebkuchenhütten geflohen,

Bei Sponsionen zusammen ausgeflippt

In Bergseen auf Seeungeheuer gestoßen

Flieg mit euch durch Zeit und Raum.

Der Weg, der mich nach Hause führt

Der Grund aus dem ich bleibe.

Ihr

Ihr seid mein Herz

Wenn meinen Zellen Sauerstoff fehlt

mich die Stadt erstickt

Der Sommerwind,

der Staub von der Straße fegt.

Wenn ihr Kummer habt,

machts mein Herz auch in Ferne schwer.

Egal wie weit,

auf jeder Reise mach ich dann Halt,

verspreche vieles oft zu bald.

Ihr seid nicht alles, was ich bin

Aber fast alles, was ich an mir mag.

So schwierig einzusehen,

dass ich euch nicht nur für mich hab.

Euch mit Menschen teilen zu müssen,

die euch auf der weiten Welt erfassen.

Sind nur dann Teil meines Weizens,

Bin nur dann lieb zu dem Los,

Wenn Teil ihres täglichen Schaffens

Ein Glück für euch so groß

Wie ihr mein Leben lang in mir.

sich wundern, ernüchtern, nicht mehr (für) wahr nehmen

Jetzt ist es also passiert.

Ein rassistischer, menschenverachtender, frauenfeindlicher Mann ohne jegliche politische Erfahrung hält eines der wichtigsten Ämter dieser Welt. Und ich sollte überrascht sein, irgendwas fühlen, oder?

Das ist doch falsch! Sind wir Leute alle zu taub geworden, irgendwas noch gefühlstechnisch wahrzunehmen?

In dieser Welt ist es wirklich schwer, sich über irgendetwas zu wundern. Wenn Typen mit denen du an Wänden lehnst, meinen, es sei Verschwendung, dass du keinen Freund hast. Dann sogar selber sauer werden, wenn sie nicht verstehen, warum das eine Beleidigung ist. Typen sehen dich als Objekt, das lediglich ihrer Unterhaltung dient. Eine Existenzberechtigung an sich besitzt du sowieso nicht- Mädchen, was willst du?

In einer Welt, in der geistige Arbeit nicht angesehen wird. Völlig egal ist, wie sehr man an dem Inhalt seiner grauen Zellen arbeitet, um besser zu verstehen, durchzusehen, was in dieser Welt wie funktioniert, Sich verknüpft. Selber versuchen ohne Mephisto;

Man liest. Lernt. Studiert. Schreibt. Memoriert Geschichte, Philosophie, Lebensweisheiten. Nur um jeden Tag festzustellen, sich nicht einmal mehr wundern zu können, wenn man hört, dass diese Woche 100 Kinder in Aleppo getötet wurden, dass 1000 Kinder in Europa einfach verloren gingen? Sie gingen verloren auf der Suche nach Schutz? Wie können Menschen verloren gehen?

Neben den Unibüchern, die du zu durchschauen versuchst,  lässt du den Livestream der Nationalratssitzung laufen. Und du erschreckst nicht mal nach deiner Lektüre über Fluchtversuche aus dem dritten Reich in die Schweiz, wenn ein Nationalratsabgeordneter von der „schlimmsten Flüchtlingskrise seit den 1980er Jahren aus Osteuropa“ spricht, ohne zu Bedenken, was für ein Bild solch Formulierungen in seiner Zuhörer*Innenschaft hervorrufen. Nein, er weiß davon. Er spielt mit solch geistigen Ungetümen. Hat es versäumt vom Zauberlehrling zu lesen. Du möchtest halt nicht sein Deutschlehrer gewesen sein. Geschweige denn, sein Geschichtsprofessor;

Du lebst damit, dass du in der heutigen Welt keinen Job finden wirst, weil „hald nicht für alles Geld ist“… Arbeitest und lernst trotzdem. Manchmal fällt es dir schwer, dich am Riemen zu reißen, deinen Pflichten nachzugehen, weil du nichts Gutes mehr in anderen siehst und darum sollts doch eigentlich gehen? Mehr noch. Dir selber fehlt Empathie, wenn du hungernde Kinder in den Nachrichten, UNHCR Berichten siehst.  Du weißt noch ganz genau, wie es in der Brust schmerzte, als du deine große Schwester fragtest, warum man den Menschen nicht einfach das gibt, was am eigenen Tisch zu viel steht.

Es gibt so vieles, das falsch läuft mit der Welt. Seit du es erfassen kannst, hast du bewusst aufgehört, dafür zu empfinden, zu hinter schauen versuchen, warum Menschen nicht auf die Auswirkungen ihrer Handlungen achten. Sie essen Lebewesen, die nachweislich empfinden können, wie es ist zu sterben, haben selber aber Angst etwas vom Leben zu verpassen. Nun wählen sie hald jemanden, der sich im Bauch gut anfühlt, ohne näher auf dessen Inhalte einzugehen. Sie beschäftigen sich erst -wenn überhaupt- mit Wahlen, wenn die Auswahl der Kandidaten bereits dezimiert wurde.

Du fragst nicht mehr die W-Fragen. Die haben dich schon im Deutschunterricht genervt. Du machst jetzt einfach mit im Trott der Zeit. Hinterfragst nicht mehr, warum gute Dinge immer schwieriger gemacht werden. Warum sich Falsches für so viele Menschen gut anfühlt. Spürst selbst nicht mehr. Zeichnest selber Zirkel um dich herum.

Du standest schließlich in Küchen in fremden Ländern, nur um über exotischer Kulinarik diskutierend festzustellen, dass Unterhaltungen in anderen Breitengraden ähnlich verlaufen wie an dem Ort, vor dem du fliehst. Auch in der Ferne sind Fremde eh nett zu und erfreut über „Auswärtige“, die sich für „ihr Land“ interessieren, aber dann doch nur, wenn sie ja erst bei Arbeits- und Wohnungssuche nach den „eigenen“ drankommen. Erst Jobs bekommen, wenn auch wirklich kein anderer einen haben mag. Da warst du noch ernüchtert. Dachtest doch bekannter Politiker Stammtisch wäre der einzige, der solch Blödsinn von sich gibt. Ein Lernprozess. Nun weißt du wenigstens, dass Menschen sich immer abgrenzen wollen, sich innerhalb der Zäune, die rechte Politiker hochziehen, selber selbstverständlich miteinbeziehen; vergessen, zu hinterfragen: Ob sie durch diese sogar selber benachteiligt würden?

Sich wundern kostet Energie. Nachfragen, nachdenken kostet Kraft und in diesen verrückten Zeiten Lebensmut. Also liest du die WhatsApp Nachricht deiner nordamerikanischen Freunde, lediglich, um die App dann zu schließen, das Handy wegzulegen, dich in deiner bobo Wohnung in deinem bobo Bett zu verkriechen und augenschließend so zu tun, als wäre das hier alles ein Albtraum. Ein Traum. Aus dem man zu früh erwachte. Kneifst die Augen zusammen, um zu versuchen Traumgebilde weiterzuspinnen. Vielleicht gelingt es dir am 9. November…

Was ist Liebe??

Liebe ist…

Liebe ist.. dir Essen einzugeben, weil du Kraft brauchst, obwohl du diese lang schon nicht mehr haben magst. Liebe ist.. die Gefühlsleere meiner Mimik, wenn ich jetzt in deinem Zimmer stehe.. Sie versucht zu vertuschen wie mich deine Uhr innerlich erdrückt. Sie.. dieses scheiß Ding, das immer tickte mich verrückt machte, wenn ich dir das Besteck zum Mund führte. Die tickte, wenn dus wieder ausspucktest. Sie tickte, blieb stehen. So wie meine blieb deine stehen. Liebeswunden sind schuld, wenn ich niemanden lieben kann, der zuvor nicht von dir approved wurde; Ich sie dann stehen lasse, weil sie meinen Schmarrn nicht verstehen oder den Tee bemängeln, den du mir zu Ostern in mein Zimmer stelltest; dein Teddybär heute an dem Ort steht, an den ich ihn hinstellte, dich zu beschützen, dieser Arsch;

Wenn Lauschend des nachts an Zimmertüren stehend man häufig anzutreffen ist, weil man nicht schlafen kann, ohne dein Atmen zu kontrollieren oder aufwachte, weil dein Schnarchen fehlte. Obwohl wir doch zuvor gemeinsam „heiti“ gingen. wenn ich heut noch nicht schlafen kann, ich Leute einfach nur reden höre, dann glaube, dass du mich brauchst, dich zu drücken, in den Schlaf zu küssen.

Liebe ist es, wenn mir deine weichen Backen fehlen. Wenn kein Erfolg auch nur irgendwas zählt, egal wie viele man übertrumpfte, einfach, weil dein „Mei bravs Medi Mausi“ fehlt. Ich alles verwechsle und vergesse – nur dein Lachen immer noch in mir hallt. Kein Mensch versteht, was ein “Schlanker” verkörpern sollte; die Oma meines Freundes verwundert schaut, dass ich ihr Kuchen backe, mich gewähren lässt, weil sie weiß, warum ich das jetzt brauche.

Es ist auch Liebe, dass du mich immer noch lehrst, obwohl du längst verlerntest zu sprechen oder vergast, warum man sich mitteilt? Jedes Mal als ich nach der Schule heim eilte, damit wir noch ausfahren konnten. Du und ich auf Spritztour. Bis zum Schild und wieder zurück wie immer.  Das Lungenkraut zwischen meinen Händen zerreibend, wenn ich sie dir an die Nase halte, damit du mal was Schönes einatmest.

Unglaublich ermüdende Fürsorge, für dich zu kämpfen jeden Tag. An die Grenzen zu gehen. nicht mehr zu riechen. Sich nicht zu ekeln

Du hast mir alles gezeigt, das ich weiß.

du hast mich gelehrt zu leben

gezeigt wie schleichendes  Sterben geht

Ich kann gar nicht weg, selbst wenn ich wollte. Wenn ich über deinen Locken zusammenbreche, deine Überreste versuche zu verteidigen, so zu kämmen, wie du es mich gelehrt hast..

Deine kalte Hand zu halten, wenn die Wange feucht wird. An deinem Bettchen sitzend die Kälte an den bloßen Sohlen nicht wahrnehmen, aber zu merken, wie ein Körper Leben verliert. Dann dein Sonntags Kleidchen auszusuchen, dein Arbeitskleidchen aber in meiner Lade zu verstecken, aufzubewahren, um später daran riechend innerlich mal wieder Wärme zu spüren.

Liebe ist, dass ich jetzt erst weglaufe.

Alte Damen unbewusst anlächle und sie dir ähnlich mache, sie am liebsten knuddeln würd und auf Straßen unvermittelt anfange zu weinen, wenn sie auch so einen reglosen Ausdruck in den Augen annehmen. Das ist wohl Liebe. Jeden einzelnen Tag an dich denken, aus Angst, ich könnte irgendwas vergessen. Lächerlich. Als wär ich nicht stückweise du.

Liebe ist es aber auch, dich los zu lassen, zu akzeptieren, nicht so zu sein, wie du mich haben wolltest. Laut zu sein, trotzdem du mich lehrtest still sitzend schön zu sein. Du mir also zeigtest, dass es nur echt ist, wenn es bedingungslos ist. Erwachsenenwindeln, tickende Uhren, schreiend tobende Nächte raubende Menschen. Liebe ist es, sich hassen zu lassen, wenn da nichts mehr ist, dass dieser Mensch hassen könnte. Dieser Mensch aber die immer gleiche Decke, den Radio, die Uhr, das Fenster, das Atmen, das Essen, die Schmerzen, das Aufwachen, das Leben hasst.

Ich trinke besessen aus deiner Tasse, pflanze deine Blumen , meide die Orte, die schmerzen. Liebe ist, deine faltige Hand vor mir zu sehen, wenn ich versage, mich frage, wer zum Teufel ich eigentlich bin, weil mein Kompass fehlt. Die Nadel hat sich mit der Uhr verkeilt. Beides steht. Beides funktioniert nicht mehr.

Dich tagtäglich zu missen, Leuten sagen, sie sollen sich verpissen, wenn sie sich lustig machen über Dinge, die mich an dich erinnern. Dich zu baden. Zu wissen wie genau dein Kuchen roch wie deine Apfelschlankerl schmeckten und, dass du immer eins für mich aufgehoben hast, wenn die Geschwister mir zuvorkamen. Das war wahre Liebe. Dein Kleidchen immer noch im Wind wehend zu sehen. Zu hören wie du die Hühner und Katzen riefst. Wie sich deine Klapperl am Boden anhörten. Dass du dich hinter mich setztest, mich beim Klimpern belauschtest, aber ja nicht zu lang, um mich bloß nicht zu stören. dein Lieblingslied jetzt wieder spielen.

Beim Lernen immer noch wünschen, deine Schritte zu hören. zu glauben, dass du mich an den Zehen wach kitzelst, um dann enttäuscht zu sein, wenn ein schöner Mann einen wach küsst.

Liebe ist, immer noch von dir erzählen und noch gar nichts Aussagekräftiges gesagt zu haben. so viele Geschichten zu sammeln, dass ich mein Leben davon zehren kann;

Ich werd dich heute im Traum wieder treffen, dich dort in den Arm zu nehmen und dort dann besprechen, was ich dich so gerne fragen würde. Liebe wars wohl, die mich nach dir geformt hat, mich aber frei genug sein ließ, mich weiter zu ändern. Sie hat mich stark genug sein lassen, dich im Sterben zu begleiten und dir jetzt nicht bös zu sein, wenn ich tiefe Augenringe davon habe.

Dieses zu wissen…

Deshalb ist es ok, wenn es immer wieder schmerzt. Ich dich immer wieder anrufen will. Dich besuchen will. An dein Fenster klopfe. Nachsehe, ob bei dir noch Licht brennt; Kurz_ Es ist Liebe zu verdrängen, dass du gestorben bist, Präsens zu verwenden von dir zu sprechen. Schlicht weg darum, weil es unerträglich ist, ohne dich zu sein. Es egal ist, obs Selbstbetrug ist, sich Sätze anzueignen wie: Du bist nie tot, weil du bist ich; einfach, weils überhaupt nicht darum geht.

Tränen mit Lächeln geschmäht

Tränen mit Lächeln geschmäht

welcher hat sich da wieder vor mir  aufgebläht

werden Abschiedsworte verwehrt

frag ich mich wer diesem dort Respekt gewährt

du und ich wir sind November

ohne Rahmen

keine Ränder

alle Jahre und Lebenszeiten wirst du mich immer begleiten

Überreste? Abschied nehmen?

Ich kann mich bei ihrem Scheiß wirklich nur noch schämen

Bäume verlieren Früchte

die Angst verliert die Schatten

Drogenjunkies ihre Süchte

ui.. so war das nicht gemeint.

nein nein.. ich hab natürlich geweint

nur wollt ich damit sagen, es bleibt was

bis sich später wieder was Gutes reimt

wie soll ich irgendjemandem vertrauen

ohne auf dein Wissen zu bauen ?

bei jedem Mann und Jungen

beispielsweise warst du mein Wissensbrunnen

der ist dumm! der ist reich!

das dein Ernst? der ist zu bleich?

kannst dir schon ein’ Schönern suchen!

– ok, das kann ich dir nicht gut verbuchen.

wollts dir nie glauben- hattest immer recht

wie bei den Trauben und dem Specht

wie bei den Kirschen und dem Bauch

den Bassisten und dem Rauch

ich nehm zu viel bis ich platze

schneid eine dumme Fratze

weil ich auf dein Urteil warte

Ich besitze überhaupt gar keine eigene Sparte

Kann nicht selbst entscheiden

Will nie auch nur irgendjemanden meiden

bin eh selber Schuld ..

nein du! dir fehlte die Geduld

mir zu erklären worin sich Ungute vermehren

wenn sie mich Rolltreppen hinaufjagen

Ankünfte wieder zu Bestien machen

ich völlig verzage bis ich irgendwann dann doch frage-

wohin sie wohl gehen, weil ich glaub,

dass auch sie die Unsichtbarkeit der Nacht unberührbar macht

dann verfluche ich die Unbekümmertheit die junge

in der ich dich nicht ernst nahm, lächelte, wenn ich Rüge bekam

mich von Gegenständen fern zu halten

nicht zu heftig beim Traktor zu schalten

-rote Herdplatten hohe (Flieder)Bäume, verwunschene Träume

wie sehr hab ich mich verbrannt den Wald erschlossen

in Maisfeldern verrannt mich in Tränen dort ergossen

aber da warst du noch daheim

gabs mir im dunklen Kerzenschein

später auch mal Wein

und wenn ich mich jetzt verrenne?

mich nicht mehr erkenne,

wer kitzelt meine Sohlen

so lieblich und verstohlen

weckt mich mit einem Lächeln

“mein lieber Sonnenschein

so mühselig kanns leben manchmal sein.”

und dann tut er mir leid

der Mensch mir verbot

der, der nicht erkannte

das ist keine Kleinigkeit

welch ein Sturm in mir tobt

wie Abwesenheit Liebste umspannte

er wirds wohl nie verstehen

nie für jemand anderen über seine Grenzen gehen

nicht alle können so etwas spüren

und wie schön es ist zu wissen

da war jemand einen immer zu missen

der bei jedem Wetter am Tor auf dich wartet

weiß mit weisen Worten nicht zu beruhigen

wenn das Leben und Hormone in Streit ausartet

aber ihm dazu niemals fehlen die Ideen…

und die Mühen

Wenn der schönste Moment ist angepinkelt zu werden

Nicht weils so schön ist, jemandem zuzuschauen beim Sterben

Dessen gesamtes Wesen vorzufinden in Scherben

Sondern einfach nur geliebt zu werden

mich zu ärgern ist ok.

das Leben ist hald auch ein Schmäh.

jemand der nie lieben kann

erzählt einem ohnedies nur Schmarrn

und wenn man vor ihm still zerbricht

erträgt er nicht einmal dein verheultes Gesicht

Dämonen jagen

Du siehst keinen hereinkommen, wenn du nur auf die Hintertür starrst. Hast du schon mal etwas Schönes vernommen, wenn du etwas einmal nicht grad hald so verscharrst? Einen Berg erklommen mit Hilfe der Relikte vergangener Zeit? Ich hab kein Recht verletzt zu sein und trotzdem fühlt’s sich komisch an Und meine Dämonen lassen mich wieder nicht schlafen.

Hör auf zu versuchen mich zu erfassen! Ich bin doch gar nicht hier! —>  versuch’s doch lieber mal mit dir! Ich spiele Verstecken mit diesem orangen Dämon- dem Kecken.

Ein riesig großer schwarzer Schweif taucht plötzlich aus dem Nichts auf. Ich fürcht mich vor den Klauen- ein Greif? Hat Angst vor mir Versucht mich trotzdem einzusaugen.  Ich verberge mich…

Zu Schwer! Was ist das?–> Auf der linken Schulter sitzt ein Bär. Wo kommt denn dieser Petz auf einmal her? Da hab ich wohl wieder nicht aufgepasst. Ein FlauschTeddy mit riesen Zähnen versucht mich zu fressen.

Kannst du aufhören mich so fest an dich zu pressen? Du willst mir die Nächte rauben? Cool ich hatte wirklich schon Angst zu verstauben.. (Sarkasm.)

Hör auf mich zu reduzieren, mich als „schön“ zu denunzieren. Du meinst du magst schöne Dinge? geh kramen.. nein, da brauchst einen Spaten… Alles Schöne hat einen Haken. Magst du nicht lieber mit mir über Feminismus diskutieren? Da könnten wir was Echtes probieren.

Hörst du mich Dämon? Du kannst jetzt aufhören mit mir Flamenco zu tanzen, hinter der Meerjungfrau dich zu verschanzen in roten Kästen zu telefonieren. Meine Pinxos ess ich allein. Das ist nicht mehr probieren.

Warum bist du da? Licht ist schwerer zu fassen als du. Find hier nicht mal mehr meinen Schuh. Eh, Ich könnt barfuß tanzen. Aber ich hab doch jetzt ein Rendezvous. Kannst du später wiederkommen? Dein ekliger Glanz verführt. Und dabei dich noch nicht berührt. Ach zu viel. Heut werd ich dich nicht mehr los. Kanns nicht lassen.

Du grauliges grünes riesen Ungeheuer. Du schwarzer unheimlicher schauriger Fährmann. Bekomm dich nicht in die Finger. Geschweige denn in einen dein Umständen entsprechend sicheren Zwinger. Obwohl du weiter wächst. Größer bist als ich. Sag mir was du damit bezweckst? Wennst mein Leben wieder 90 Grad versetzt??? Heee… mit mir ist nicht zu spaßen. Du willst mich nicht zum Feind. Kanns nicht lassen. Kanns nicht fassen.

Ich steh wie ein Kreisel da. Du rufst lauthals: Hurra! Weiß nicht welche Dämonen mich zerren – Mir den Weg zu dir verwehren. Ich bin so weit weg. Ein Flugzeug könnt mich nicht bringen. Kann die Dämonen nicht ordnen. Doch.    Doch.        Ich kenne die Dämonen. Bitte! Das muss sich doch lohnen! Ich kenne die Dämonen. Find nur ihre Fäden nicht.   Auf der Suche nach ihnen verzweifle ich. Ich renne. Irre.Springe.Ein Holzkeil. Eine Armbrust. Welche Waffen können helfen meine Schatten zu ermessen? Will mit Licht sie fortagen. Sind keine scheuen Dämonen. Im Hellen können sich sogar neue dazu gesellen. Frag gar nicht nach Wärme. Versuche sie zu schnappen. Erwische sie nicht.

Fall hin. Fall hin. Immer wieder fall ich hin– Nein! Immer wieder steh ich auf. Schluss mit dem Verlaufen! ich nehm das gern in Kauf dumme reime zu reiben. Raffe mich wieder auf. Und wenn sich Leute an den seichten Reimen reiben. Die Fäden der Dämonen- Sie haben sich mit mir verworren. Wenn etwas so verzorren kannst du nicht mehr stehen

Was ist bitte dein Problem?

Wüsst ich das, wären wir beide kein Emblem

Liebster, kannst du sie zerschneiden?

__________

Du willst sie lieber meiden. Ich hänge in der Luft. Müsstest mich sowieso auffangen. Hab Ariadnes Faden vergessen.  Kann nicht sinnvoll führen die Zangen und dann grazil auf meinen beiden Füßen landen. Als du’s bemerkst bist du schon aus der Tür.. ich zahl die Gebühr für gebrochene Beine. He, kein Problem. Bin gewohnt zu lieben, während andere  vergessen, welche Abgründe sie im Voraus zu Dämonen trieben. Hiiiier…. Ists eh ganz schön. Häng noch immer an den Fäden. Man ist dann irgendwo gewohnt an Platons Höhle. Hab mich abgefunden. Mit der Dunkelheit. Bin zumindest nicht alleine und warte… meine Dämonen mögen sogar den Sonnenschein.

Dämonen jagend kann man doch nur werden, was andere so schön verbergen

September 2016

I am finally on wordpress

I started writing when I was about 15. since then I have had years without writing and months in which I have been spending every night writing in my little black book.

This September I decided to pursue my writing. So why do I write at all? I must. It’s not something I do. It just catches me and doesn’t care if I am sitting in the uni, taking a shower or drinking cocktails with a Date.. Phrases and Feelings which need to be described, put into words.

I do not claim to be a good writer. or a writer at all.

But I write. And Iike to share experiences. and that’s why I am on wordpress.

Bestwishes, Maxie Queen